Häufig gestellte Fragen
Muss die Vor- und Nachbereitung für den Praxistag zwingend auf den Nachmittag gelegt werden?
Die Vor- und Nachbereitung des Praxistags findet in der Regel außerhalb der für den Regelunterricht vorgesehenen Unterrichtszeit statt. Eine Abweichung davon ist nur bei Vorliegen zwingender Gründe (z. B. Probleme mit dem Schülertransport) möglich.
Wie kann während des Praxistags eine Benotung im Fach Arbeitslehre/Wahlpflichtfach erfolgen?
Die Note für das Fach setzt sich während des Praxistags aus den Leistungsnachweisen in der Vor- und Nachbereitung oder im Praxistag (Praktikumsmappe, Engagement) zusammen. (Vgl. Nr. 2.4 der VV Erkundungen und Praktika an allgemein bildenden Schulen vom 09.10.2000)
Wie wird der Praxistag benotet /beurteilt?
Hierzu gibt es verschiedene Varianten.
Ein Vorschlag:
50 % Praktikumsmappe, die kontinuierlich geführt wird (Tagesberichte, Wochenaufgaben, Werkstücke, Materialien, Gestaltung u. ä.)
50 % Engagement und Leistungen im Unterricht und Betrieb:
- Engagement und Selbstständigkeit bei der Praktikumssuche
- Einhaltung von Absprachen/Zuverlässigkeit
- Eindruck aus Praktikumsbesuchen und Gesprächen mit Betriebsangehörigen
- Unterrichtsbeteiligung bei der Nachbereitung
- Präsentation des Praktikums zum Abschluss
Können Eltern ihre Einverständniserklärung zum Praxistag widerrufen?
Es gilt die Regelung aus dem EPOS-Schreiben vom 26.01.2009, Anlage 1 Nr. 4 (S. 7): Die Schulen informieren die Erziehungsberechtigten über das Projekt und lassen sich die Zustimmung zur Teilnahme bestätigen. Falls Schülerinnen und Schüler am Projekt „Praxistag“ nicht teilnehmen wollen oder können, müssen sie andere unterrichtliche Veranstaltungen besuchen. Sie bearbeiten dort Aufgabenstellungen aus dem Wahlpflichtfach, welche benotet werden.
Unbegründete Nichtteilnahme oder Weigerung ohne Abmeldung der Eltern ist als Leistungsverweigerung zu betrachten.
Was tun mit „Verweigerern“?
Beratungsgespräche mit dem Jugendlichen unter Beteiligung der Eltern
Ersatzaufgaben finden:
- Alleine in der Schule schriftl. arbeiten lassen (Zeit unangenehm gestalten)
- Möglichst nicht aus der Verantwortung entlassen
- Dem Hausmeister zuweisen für einfache Tätigkeiten
- In die HWK-Lehrwerkstätten schicken
Wie ist die Vermittlungsquote durch den Praxistag? Was ist der Erfolg des Praxistages?
Die Evaluation der Maßnahme ist in Arbeit. Neben den faktischen Zielen, d.h. die Vermittlung in Ausbildung, sind auch verschiedene „weiche“ Ziele bedeutsam, wie eine klarere Vorstellung von der Berufs- und Arbeitswelt und der eigenen Fähigkeiten. Dies zielt auf eine fundierte Berufswahl und eine Verringerung der Ausbildungsabbrüche.
Wie kann ein Verzug der Bezahlung der Vertragspartner verringert werden?
Bei regelmäßigen Veranstaltungen sollten die Verträge kurzfristig laufen (ca. 2-3 Monate). Erst nach Ende der einzelnen Vertragsmaßnahme erfolgt die Bezahlung durch die ADD bei Pauschalverträgen, durch die OFD bei Honorarverträgen.
Honorarverträge müssen an die OFD geschickt werden. Nach Ableistung der Stunden (auch monatlich möglich) benachrichtigt die Schule das LMZ darüber, dass die Stunden von (Maßnahmenträger) geleistet wurden in der Zeit von ________ bis _______ , Vertragsnummer _________. Das LMZ gibt die Daten an die OFD weiter und veranlasst die Bezahlung. Achtung! Rechnungsschluss ist Mitte des Monats, Bsp: wird am 18. September eingereicht, erfolgt die Auszahlung erst zum 31. Oktober.
Wie kann man als Lehrkraft den Kontakt zu den Betrieben verbessern?
- Informieren durch die Kammern über Form u. Gegenstand des Praktikums
- Persönliche Gespräche mit betrieblichen Ansprechpartnern zu Beginn der Praktika
- Betriebe lernen zukünftige Auszubildende besser kennen
- Betriebe zu Infoveranstaltung über Praktikum in Schule einladen
Welche Vorteile kann man als Lehrkraft Schülerinnen und Schülern nennen?
- Kennenlernen der beruflichen Eignung und Anforderungen
- Vermeidung falscher Berufswahl
- arbeitsrelevante Aufgabenstellungen im Unterricht
Wie sollen Stellenwechsel gehandhabt werden?
Hierzu ist kein starres Vorgehen zu empfehlen, sondern eine Entscheidung im Einzelfall. Grundsätzlich sollte so wenig wie möglich gewechselt werden. Gründe dafür sind:
- Stellen wurden selbst gesucht
- die Jugendlichen sollen lernen, Verantwortung für ihre Entscheidung zu übernehmen
- Durchhalten, auch wenn es unangenehm ist, ist ein wesentliches Lernziel
Ist ein Wechsel unvermeidlich, sollte die/der Schülerin/Schüler dies dem Praktikumsbetrieb gegenüber erklären (>Verantwortung übernehmen). Ein Grund für einen Wechsel kann sein, wenn der Betrieb im Anschluss keine Ausbildung anbietet.
Wichtig ist eine erneute Einarbeitungszeit im neuen Betrieb an mehreren Tagen hintereinander (z. B. in den Ferien), damit die/der Schülerin/Schüler sich zurechtfindet.
Wie kann man Praktikumsstellen akquirieren?
Die Schülerinen und Schüler können sich Betriebe selbst suchen, deren Eignung in einem Gespräch mit dem Betrieb abgeklärt werden sollte (Möglichkeit einer Ausbildung im Anschluss). Ausbildungsbetreuer der Kammern ansprechen, regionale Wirtschaftsverbände, Arbeitsamt, ...
Die betreuenden Lehrkräfte können eine Betriebsdatei anlegen mit den zur Auswahl stehenden Betrieben, die laufend weitergeführt und evtl. kommentiert wird in Bezug auf Eignung als Praktikumsbetrieb.
Wie kann der Praxistag in den Unterricht eingebunden werden (Nachbereitung)?
- Durch Berichte (mündlich und schriftlich) über Praktikumserlebnisse,
- Bearbeitung von praxisbezogenen Lern-/Wochenaufgaben,
- Thematisierung von Schwierigkeiten,
- Präsentation des Praktikumsberufs,
- Einladung der Verantwortlichen aus den Betrieben, der HWK, o. ä.
Sind freiwillige 10. Klassen der Hauptschule oder einer Realschule plus zum Praxistag zugelassen?
Nein, der Praxistag zielt auf Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang „Berufsreife“. Für Jugendliche, die die Mittlere Reife anstreben, ist der Praxistag nicht vorgesehen.
Wie kann der Praxistag in eine langfristige Planung eingebunden werden?
Durch die Erstellung eines sogenannten „Berufsorientierungsfahrplans“, in dem alle mit der beruflichen Orientierung in Zusammenhang stehenden Aktivitäten (z. B. Betriebs-besichtigung, BIZ-Besuch u. a.) aufgeführt und den einzelnen Schulhalbjahren zeitlich zugeordnet werden. Siehe hierzu auch die
Musterplanung der HS Karthause in Koblenz (Seiten 5/6 des Dokumentes).
Frage: Wie finde ich Kooperationspartner, die mir Maßnahmen zur Vor- und Nachbereitung anbieten?
Eine ausführliche Auflistung von Maßnahmeträgern, die im Austausch entstand, können Sie
hier nachlesen. Außerdem können Sie die Beratung durch das PL in Anspruch nehmen. Die Kontakdaten finden Sie in der Rubrik
Ansprechpartner.
Frage: Wie organisieren wir die verpflichtende AG zur Vor- und Nachbereitung an einer Schule, die nicht Ganztagsschule ist?
Diese AG in der Vor- und Nachbereitung ist verpflichtend. Ansätze für Lösungen vor Ort finden Sie
hier.
Frage: Wie kann eine integrative Schule den Praxistag (für nur einen Teil einer Klasse) organisieren?
Eine Präsentation mit unterschiedlichen Modellen finden Sie
hier.
Frage: Was verstehen wir unter den Begriff "Sachmittel"?
Die Sachmittel dienen der gezielten Gestaltung der Berufsorientierung. Sie sind unabhängig von den Projekten. Eine Zusammenstellung der geförderten Sachmittel können Sie
hier einsehen.
Frage: Wie erhalte ich finanzielle Mittel für Projekte?
Eine Übersicht zum Antragsverfahren können Sie
hier herunterladen. Für weitere Fragen richten Sie sich bitte an die genannten Ansprechpartner.
